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Nein...Doch...Ooh...

1951 Ils Etaient Cinq...

(Deutscher Titel: Treffpunkt Paris)


Inhaltsangabe:

Fünf französische Soldaten. Als sie in ihrem Unterstand in Österreich im Mai 1945 die Nachricht erhalten, dass der Krieg zu Ende ist, können sie es zunächst nicht fassen. Doch der Krieg ist wirklich aus. Sie kehren zurück, zurück in die Heimat. Als Roger, einer von ihnen, durch die Straßen von Paris geht, um seine Schwester Valerie aufzusuchen, beflügelt ihn die Freude auf das kommende Wiedersehen und die Hoffnung, dass nun ein besseres Leben beginnen soll. Wie viele Soldaten sind nach Kriegsende mit ähnlichen Gefühlen durch die Straßen ihrer Heimatstadt gelaufen, in fast unerträglich gespannter Erwartung auf die Angehörigen. Und wie vielen ist es dann ähnlich ergangen wie Roger. Der Krieg ist vorbei, aber überall hat er seine Spuren hinterlassen, und so viel hat er zerstört, nicht nur Häuser und Maschinen! Ehrlichkeit, moralisches Empfinden, Fleiß, Anständigkeit gelten nicht viel im gerade gewonnenen Frieden. Wirtschaftliche Sorge, Geschäftemacherei, Lebensgier bestimmen das Leben der meisten Menschen im Paris der Nachkriegszeit. Rogers Schwester ist Sängerin in einem Kabarett im Montmartre. Ihr „Freund“ Serge nutzt sie schamlos aus. Die Möbel, die Andenken an die Eltern, hat sie verkauft, verkaufen müssen, denn da war der Krieg und die Not des Krieges.

Auch die Fünf werden, ob sie wollen oder nicht, in den allgemeinen Strudel hineingezogen. Da ist Jean, der arbeitsame, biedere, fröhliche Eisenbahnpostschaffner. Kreuz und quer fährt er durch Frankreich. Stolz stellt er seinen Freunden seine Braut Simone vor, ein hübsches Mädchen, das das Leben von der leichtesten Seite nimmt. Als Jean vom Dienst nach Hause kommt, findet er Simone in den Armen Rogers. Da ist Marcel, der Boxer, der im Krieg an der Hand verwundet worden ist, und der nun zuversichtlich auf Ruhm und Erfolg hofft. Sein erster großer Kampf ist auch sein letzter, denn sein Gegner, dem nicht so wie ihm die Kriegsjahre in den Knochen stecken, schlägt ihn erbarmungslos zusammen. Resigniert hängt er die Boxhandschuhe an den Nagel. Es sei ja nicht die Schuld des anderen Boxers, dass er selbst in den Krieg musste, meint er. Andre ist Fremdenlegionär geworden und fällt in Indochina. Sein Vater erklärt pathetisch, er sei stolz auf ihn, obwohl er, der geschäftemachende Nutznießer des Krieges, den Tod seines Sohnes auf dem Gewissen hat. Roger schüttet ihm, als er sein Glas auf seinen toten Freund erheben soll, den Wein ins Gesicht. Er weiß besser als der Vater, was der Krieg bedeutet und durchschaut dessen verlogene Rührseligkeit. Da ist auch noch Philippe, der Sohn reicher Eltern. Er macht Rogers Schwester einen Antrag, wird aber abgewiesen, denn Valerie findet nicht mehr die Kraft, ein neues Leben anzufangen. Dabei weiß und fühlt sie, dass Philippe es ehrlich meint und sie aufrichtig liebt, und sie weiß und fühlt auch, dass sie ihn liebt. Aber trennend steht zwischen ihnen all das Böse und Traurige, das sie in den Jahren des Krieges durchgemacht hat.

Der geschäftstüchtige Direktor des Kabaretts, in dem Valerie arbeitet, beauftragt Roger und Marcel - die inzwischen auch für die Schiebereien dieses Direktors arbeiten - mit dem Transport einer Ladung gestohlenen Penicillins, die ein desertierter amerikanischer Soldat bringt. Sie werden von der amerikanischen Militärpolizei verfolgt und stürzen mit ihrem Lastkraftwagen in einen Graben: Marcel wurde von den Salven der amerikanischen Maschinenpistolen tödlich getroffen. Roger gelingt es zunächst zu fliehen. Er wird jedoch im Kabarett verhaftet und des Mordes verdächtigt, denn der amerikanische Deserteur ist inzwischen ermordet aufgefunden worden. Valerie identifiziert die Mordwaffe als Serges Eigentum und überantwortet damit der Polizei den wahren Täter. Als Serge verhaftet wird, erschießt er Valerie aus Rache. Sie stirbt in den Armen ihres Bruders. Wer ist Schuld am Schicksal der Fünf? Warum mussten die drei soviel Schweres durchmachen? Warum mussten zwei von den fünf zugrunde gehen? Es gibt für jeden aufmerksamen Besucher, der sich Gedanken darüber macht, nur eine Antwort auf diese Fragen: Im Hintergrund steht als Hauptschuldiger der Krieg, stehen seine Anstifter und Nutznießer, die Kapitalisten. So führt auch dieser französische Film zu der Erkenntnis, daß das Glück eines jeden einzelnen Menschen von dem Glück seines Volkes nicht zu trennen ist, und daß die Menschen erst dann wahrhaft glücklich leben werden, wenn es ihnen gelingt, Krieg und Kriegsgefahr für immer zu beseitigen.

Stab und Besetzung:

Drehbuch: Michel Jourdan

Dialoge: Pierre Laroche

Kamera: Jacques Lemare

Schnitt: Marguerite Beauge

Musik: Georges van Parys

Regie: Jack Pinoteau

Louis de Funés…..Albert

Roger…..Michel Jourdan

Marcel…..Jean Gaven

Jean…..Jean Carmet

Philippe…..Jean-Claude Pascal

Andre…..Francois Martin

Valerie…..Arlette Merry

Simone…..Nicole Besnard

Freddo…..Jean Marchat 

Progress Filmillustrierte Nummer 17/55

Sammelkarte:

DVD Auswertung:

Label: René Chateau DVD, Laufzeit: 87:26 min., s/w