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Nein...Doch...Ooh...

1951 Les Sept Péchés Capitaux

(Deutscher Titel: Die 7 Sünden)


Inhaltsangabe:

In der Schaubude eines Vorstadt-Jahrmarktes lockt mit beredten Worten ein jugendlicher Schausteller die Leute an, mit eigener Kraft und Geschicklichkeit ihre Sünden „abzuwerfen“. Denn „nur 10 Groschen kostet der Ball“, durch den man mit einem Wurf die grotesken Figuren zu Fall bringen kann, die die 7 Sünden verkörpern. Jene sieben Sünden, die die Grundübel unserer menschlichen Existenz darstellen und alle anderen Sünden nach sich ziehen. – Wohin diese sieben Sünden die Menschen führen können, erzählt er, jedesmal wenn eine der Figuren getroffen wird, seinem Publikum in kleinen Geschichten, die das Leben schrieb:

Habgier und Jähzorn:

wohnen oft unter einem Dach. So auch hier im Hause des Herrn Schäbig in Rom, der als Besitzer einer Reihe elender Mietskasernen seinen Mitmenschen das Leben zur Hölle macht. Denn für ihn gilt nur das Geld, das er wie eine überirdische Macht anbetet. Dem alten Klarinetten Lehrer, der ihm die Miete schuldet, verweigert er die Belohnung, als dieser seine reichgespickte Brieftasche wiederfindet. Seine eigene Frau treibt er durch seinen Geiz immer mehr in einen Zustand krankhafter Hysterie. Als er ihr schließlich sogar das Geld für den Friseur verweigert, schneidet sie sich in einem Anfall von Jähzorn die Haare ab und wirft sein Geld in ganzen Haufen zum Fenster hinaus, auf die Straße.

Hochmut:

gewöhnlich eine Sünde der Reichen, wird manchmal zum Luxus der Verarmten. Annemarie Pallieres lebt mit ihrer egoistischen Mutter, nachdem sie nach und nach alles verloren, völlig heruntergekommen in einer kleinen Provinzstadt. Um der Gesellschaft zu zeigen, dass man dennoch mit ihr zu rechnen hat, erscheint sie uneingeladen auf dem Ball einer früheren Freundin. Als dort ein wertvoller Schmuck plötzlich vermisst wird, und alle Anwesenden sich einer Leibesvisitation unterziehen, weigert sie sich, untersucht zu werden. Denn in ihrer Handtasche hat sie Kuchen und Schokolade verborgen, die sie der Mutter mitbringen wollte. Gedemütigt und als Diebin verdächtigt, muss sie das Fest verlassen, als sich alles aufklärt. Der Hausherr will sich bei ihr entschuldigen, doch sie geht hochmütig, als sei nichts geschehen, davon.

Gefräßigkeit:

war es, die den „schönen Antonin“, wie seine Freunde den stutzerhaften, jungen Landarzt aus den Vogesen nennen, in einer Gewitternacht das Entgegenkommen einer hübschen Bäuerin übersehen ließ. Er hatte unterwegs eine Panne und wurde beim Reparieren vom Regen überrascht. In einem abgelegenen Gehöft findet er Unterschlupf. Die junge Bäuerin bemüht sich, ihn nach besten Kräften mit Speisen und Trank zu versorgen. Doch der Bauer lässt unerbittlich den herrlichen Käse, der dem Städter so über alle Maßen schmeckt, wegräumen. In der Nacht, - man schläft zu dritt im großen Ehebett, und der Bauer liegt bereits in tiefem Schlummer, - macht die junge Bäuerin dem Arzt heftige Avancen, sich doch „nicht zu genieren“. Aber der fasst ihre Aufforderung als Erlaubnis auf, sich über den Käse zu stürzen, und vertilgt ihn bis zum letzten Rest.

Wollust:

die Sünde aller Liebenden, treibt Madame Blanc, die Wirtin des kleinen Landgasthauses, in die Arme des smarten Pariser Malers Ravilla, der sich bei ihr einquartiert hat. Eifersüchtig beobachtet ihre vierzehnjährige Tochter, wie sich zwischen den beiden ein Liebesverhältnis anspinnt. Auch sie liebt den Maler mit der ganzen Kraft ihrer gerade erwachenden Sinne und glaubt in ihrer Unschuld, von ihm ein Kind zu erwarten, seit sie sich in einen noch ganz von seiner Körperwärme erfüllten Sessel gesetzt hat. Als sie von der Mutter über ihre Unwissenheit aufgeklärt wird und diese mit ihrem Liebhaber nachts in einer unmissverständlichen Situation überrascht, verlässt sie in ihrer Enttäuschung verzweifelt das Haus.

Neid:

zerstört das Eheglück des Malers Olivier, der als eigenwilliger und gereifter Künstler vor kurzem die junge Ausländerin Camille geheiratet hat. Seit dem ersten Tag nämlich ist die junge Frau von quälendem Neid auf „Saha“, die kleine weiße Katze, erfüllt, die ihr Mann so abgöttisch verwöhnt und mit all den Zärtlichkeiten überhäuft, die ihr abgehen. So stößt sie eines Tages das kleine Tier hinterrücks vom Balkon auf die Straße hinab. Als Olivier das verletzte Kätzchen findet, ahnt er, was geschehen ist. Jäh erkaltet seine Liebe. Er erkennt, dass er nicht länger mit dieser Frau zusammen leben kann.

Faulheit:

ist eine Sünde, die auch ihre Vorzüge hat. So wenigstens meint die himmlische Direktion, die über das irrsinnige Tempo der Menschen von heute und die vielen unnötigen Todesfälle auf Erden tief besorgt ist. Man ernennt deshalb die Faulheit, die im himmlischen Register bisher als Sünde geführt wurde, zur Tugend und schickt sie auf die Erde hinab, um dort das Leben zu normalisieren. Doch faul, wie diese Dame einmal ist, versetzt sie die ganze Menschheit einfach in eine lähmende Lethargie. Was bleibt dem Himmelsdirektor da anderes übrig, als sich selbst hinunter zu begeben, um klug dosierend, Aktivität und Schläfrigkeit je nach Bedarf unter das Menschengeschlecht zu verteilen? Dabei findet er am Erdenleben so viel Gefallen, dass er schließlich nur zögernd und widerwillig dem Befehl zur Rückkehr in den Himmel folgt. 

Stab und Besetzung:

Regie: Georges Lacombe, Eduardo de Filippo, Jean Dreville, Yves Allegret, Roberto Rossellini, Carlo Rim, Claude Autant-Lara

Drehbücher: Herve Bazin, Carlo Rim, Aurenche & Bost, Roberto Rossellini nach “Die Katze” von Colette

Musik: Yves Baudrier, Rene Cloerec

Gefräßigkeit: Henri Vidal, Claudine Dupuis, Jean Richard

Habgier und Jähzorn: Isa Miranda, Eduardo de Filippo, Paolo Stoppa

Neid: Andree Debar, Orfeo Tamburi

Hochmut: Michele Morgan, Francoise Rosay, Jean Debucourt, Louis Seigner, Robert Auboyneau, Marguerite Cassan, Yolande Laffont

Wollust: Viviane Romance, Frank Villard, La Piccola-FrancetteVernillant, Jaques Fabbri, Maurice Ronet, Claude Arvelle

Faulheit: Noel-Noel, JacquelinePlessis, Louis de Funes, Madeleine Barbulee, Janny Miller, Jean Solar 

DVD Auswertung:

Label: RHV Ripleys Home Video, Laufzeit: 124:33 min., s/w

Der Costellazione Film und der Franko London Film entschieden sich, zwei verschiedene Versionen des Films für ihre jeweiligen Märkte zu präsentieren. Die französische Version war länger als 23 Minuten. Das folgende Video ist nie in Italien erschienen. (Siehe Fotostrasse)

 Die achte Sünde: