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Nein...Doch...Ooh...

1953 Erwachende Herzen / WA

(Französischer Titel: Le Blè en Herbe)


Inhaltsangabe:

Seit frühester Kindheit verbringen Phil und Vinca jeden Sommer im Kreise ihrer befreundeten Familien die großen Ferien in einem kleinen Seebad an der Küste der Bretagne. Sie sind fast wie Bruder und Schwester miteinander aufgewachsen. Unzertrennlich als Spielkameraden, einer dem anderen blindlings ergeben, haben sie sich ihre eigene Welt geschaffen, zu der die Eltern in ihrer bürgerlichen Engstirnigkeit und Herzensträgheit keinen Zugang haben. Doch in diesem Jahr, da Phil und Vinca sechzehn geworden sind, will sich die selbstverständliche Unbefangenheit zwischen ihnen nicht mehr einstellen. Doch die beiden jungen Menschen, die nicht mehr Kinder und doch noch nicht Erwachsene sind, fühlen schmerzvoll, das plötzlich eine unsichtbare Mauer zwischen ihnen steht und tastend suchen sie den Weg, der sie darüber hinweg wieder zueinander führen kann. Ein plötzlich aufkommender Sturm, der den dichtbevölkerten Strand leer fegt und Phil mit seinem Boot weit draußen auf dem Meer kentern lässt, bringt diese Spannung jäh zur Entladung. Denn als Phil, nach verzweifeltem Ringen mit den aufgewühlten Elementen knapp dem Tode entronnen, seiner Kleidung beraubt, sich nach Hause schleicht, ist es die frühreife Margot, der er in seiner Blöße begegnet, bevor ihn der Gendarm wegen „Erregung öffentlichen Ärgernisses“ in Gewahrsam nimmt.

Vinca ist empört und verzweifelt, das nicht sie es war, die ihren Gespielen fand, und von wütender Eifersucht erfüllt auf die Freundin, die mit allen Mitteln versucht, den widerstrebenden Phil an sich zu ziehen. Der Junge aber, ganz mit den eigenen Problemen beschäftigt weist brüsk und linkisch das Liebeswerben der beiden Mädchen zurück. Da taucht plötzlich, gerade als Phil und Vinca sich wieder einmal streiten und er ihn in heftigen Worten ihre Unfähigkeit vorwirft, ihn und seine Probleme zu verstehen, am Saum des Strandes, wie aus dem Boden gewachsen, die „Dame in Weiß auf: Madame Dalleray, die geheimnisvolle, erfahrene Pariserin, die Phils Mutter sein könnte und die die erste ist, die ihn in seiner erwachenden Männlichkeit ernst nimmt. Kein Wunder, das es Phil nach dieser ersten überraschenden Begegnung mit magischer Gewalt in die Nähe der schönen Unbekannten zieht. Unter fadenscheinigem Vorwand verschafft er sich Zugang zu ihrem Haus. Doch kaum sitzt er ihr gegenüber, verlassen ihn sein Mut und das trotzige Ungestüm, das ihn in ihre Nähe trieb. Die reife Frau weiß, was der Junge in seinem unbestimmten Drange bei ihr sucht. Und gerade seine tolpatschige Verlegenheit, seine rührende Verwirrung lassen ihn ihr liebenswert erscheinen…

So enthüllen sich für Phil in den nächtlichen Stunden bei der „Dame in Weiß“ die Geheimnisse der Liebe im Rausch der Sinne, während daheim Vinca in ihrer ohnmächtigen Qual um das Verschwinden des Freundes schluchzend seine Rückkehr erwartet. Doch Madame Dalleray erkennt bald die Gefahren dieser „unmöglichen Liebe“ . Sie weiß, das sie sich ihren Gefühlen für dieses junge, ungebärdige und herrisch fordernde männliche Wesen nicht ausliefern, und nicht an sich fesseln darf. Denn die Kluft der Jahre, die sie trennt, wird nur zu bald aufbrechen und ihn ernüchtert forttreiben. So stößt sie ihn ebenso spontan wie sie ihn aufgenommen hat, eines Abends wieder von sich. Es blutet ihr Herz, aber der Verstand sagt ihr, das sie dem Jungen alles gegeben hat, was er braucht, um den Weg zu Vinca zu finden.

Zu Vinca, die sich vor Sehnsucht nach ihm verzehrt und ihn in ihrer Ungeduld, sich ihm ganz hinzugeben, immer wieder reizt und herausfordert, ihr die Welt neuer Gemeinsamkeit zu erschließen, deren Bereich er in den Armen der Anderen schon durchmessen hat. Die letzten Tage des vergehenden Sommers endlich lassen in den Gefährten die Leidenschaft aufglühen und erwecken in ihnen den Liebenden und die Geliebte. So wird für Phil und Vinca das Ende der Ferien zum Abschied von ihrer Kindheit. Staunend, betroffen und beglückt über die Verwandlung, die sich in ihnen vollzogen hat, gehen sie Hand in Hand dem Leben entgegen….

Stab und Besetzung:

Regie: Claude Autant-Lara

Drehbuch: Jean Aurenche, Pierre Bost, Claude Autant-Lara

Musik: René Cloerec

Kamera: Robert Le Febvre

Schnitt: Madeleine Gug

Bauten: Max Douy

Edwige Feuillére als Dame in Weiß

Nicole Berger als Vinca

Pierre-Michel Beck als Phil

Renée Devillers als Phils Mutter

Charles Deschamps als Vincas Vater

Hèléne Tossy als Vincas Mutter

Julienne Paroli als Vaincas Großmutter

Josiane Lecomte als Margot

Louis de Funés als Strandkino Betreiber

Filmprogramm Neue Filmkunst Walter Kirchner

Sammelkarte:

Deutsche Kinoaushangfotos der WA

DVD Auswertung:

Label: Gaumont Video, Laufzeit: 104:06 min., s/w


Fotostrasse siehe "Le Blè en Herbe"